Primus Finanzdienst GmbH
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Wer benötigt eine Bootshaftpflichtversicherung?

Für Windsurfbretter, Paddel- und Ruderboote, Kanus und geliehene Segelboote besteht Versicherungsschutz im Rahmen unserer Privathaftpflichtversicherung.

Auch der gelegentliche Gebrauch von fremden Wassersportfahrzeugen mit Motoren ist bei aktuellen Verträgen (Abschluß oder Änderung nach Euroeinführung) mitversichert.

Nur eigene Segel- und Motorboote müssen i. d. R. über eine gesonderte Bootshaftpflichtversicherung versichert werden.
In unserer Privathaftpflichtversicherung mit Exklusivdeckung ist die Bootshaftpflicht für eigene Segelboote bis 20 qm und eigene Motorboote bis 20 kW bereits enthalten.


Wer und was ist versichert?

Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht aus Halten, Besitz und Gebrauch von privat genutzten Wassersportfahrzeugen. Mitversichert ist die persönliche gesetzliche Haftpflicht des verantwortlichen Führers und der sonst zur Bedienung des Fahrzeuges berechtigten Personen.

Eingeschlossen ist die gesetzliche Haftpflicht aus Schadenereignissen in der ganzen Welt. Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht für unmittelbare oder mittelbare Folgen von Veränderungen der physikalischen, chemischen oder biologischen Beschaffenheit eines Gewässers einschließlich des Grundwassers (Gewässerschäden).


Was ist bei Fahrten ins Ausland zu beachten?

Für Fahrten ins Ausland wird auf Anforderung eine zehnsprachige Versicherungsbestätigung ausgestellt. Gelegentlich kommt es vor, dass von örtlichen Behörden diese Bestätigung nicht anerkannt wird und der Kunde vor Ort eine zusätzliche Versicherung abschließen muss.

Italien:
In Italien besteht eine Versicherungspflicht für Sportboote. Ausgenommen von dieser Versicherungspflicht sind Ruder- und Segelboote ohne Hilfsmotor. Die Mindestversicherungssumme beträgt 774.685,35 Euro pro Schaden. Als Versicherungsnachweis wird bereits bei der Einreise die sog. "Blaue Versicherungskarte" (Certificato di Assi-curazione) benötigt, die von uns auf Anfrage ausgestellt wird.

Schweiz:
In der Schweiz beträgt die Mindestversicherungssumme für Sportboote (ausgenommen Schiffe ohne Maschinenantrieb sowie Segelschiffe, die keinen Motor besitzen und eine Segelfläche bis zu 15 m² aufweisen) 2 Mio. SFR (Stand 1996). Es liegt im Ermessen der einzelnen Kantone, ob eine im Ausland abgeschlossene Versicherung anerkannt wird. Gegebenenfalls muss in der Schweiz eine kurzfristige Versicherung abgeschlossen werden.

Spanien:
Seit 1999 schreibt der spanische Gesetzgeber eine Pflichthaftpflichtversicherung auch für ausländische Boote in spanischen Hoheitsgewässern vor. Zum Nachweis des Versicherungsschutzes kann die auf Anfrage von uns ausgestellte Interntaionale Versicherungsbestätigung verwendet werden.

Die Mindestversicherungssumme beträgt für Personenschäden 120.202,42 Euro pro Geschädigtem, höchstens jedoch 240.404,84 Euro pro Schadensfall. Die Mindestversicherungssumme für Sachschäden beträgt nach spanischer Rechtslage 96.161,93 Euro.


Was sind die Voraussetzungen für den Versicherungsschutz bzw. Einschränkungen?

Führerschein
Kein Versicherungsschutz besteht, wenn der Versicherungsnehmer im Schadensfall nicht über eine evtl. behördlich vorgeschriebene Fahrerlaubnis verfügt.

Standort
Versichert werden nur solche Wasserfahrzeuge, deren Standort in Europa und in den außereuropäischen Gebieten, die zum Geltungsbereich des Vertrages über die Europäische Union gehören, ist. Als Standort gilt der Ort, an dem sich das Fahrzeug während der überwiegenden Zeit des Jahres befindet bzw. zu dem es ständig zurückkehrt.

Segelregatten/Motorbootrennen
Die Teilnahme an Segelregatten ist mitversichert. Kein Versicherungsschutz besteht dagegen bei der Teilnahme an Motorbootrennen und damit im Zu-sammenhang stehenden Übungsfahrten.

Kurzfristige Risiken
Die Tarifbeiträge sind auch dann voll zu berechnen, wenn die Versicherung für eine kürzere Dauer als 1 Jahr gilt.


Bootsversicherungen

Bootsversicherungen

Missglückte Manöver, Kollisionen, Brand und Diebstahl sind nur einige Gefahren, denen Bootsbesitzer ausgesetzt sind. Dementsprechend weit gefächert ist das Angebotsspektrum für Versicherungen, die sie für ihr Boot abschließen können.

Den Besitzer einer Yacht oder eines Bootes schützt die Haftpflichtversicherung vor Schadensersatzforderungen Dritter: zum Beispiel nach einer Kollision. Ist man jedoch nicht der Bootseigner, so fällt dies in den Zuständigkeitsbereich der Skipperhaftpflichtversicherung. Die Versicherungsbeiträge sind abhängig von der Motorenstärke bei Motorbooten und der Segelfläche bei Segelbooten.

Schäden am eigenen Schiff, sowie an Zubehör und Ausrüstung werden von der Kaskoversicherung gedeckt. Da der Versicherungsschutz jedoch bezahlbar bleiben soll, sind Schäden durch grobe Fahrlässigkeit meist nicht eingeschlossen. Selbstverständlich sind sowohl Teil-, als auch Vollkaskoversicherung erhältlich. Berechnet werden die Jahresbeiträge meist in Abhängigkeit von der Häufigkeit der Nutzung und dem Ort der Nutzung, d.h. auf Binnengewässern deutschland- oder europaweit, oder sogar auf Ozeanen.

Auch eine Insassenunfallversicherung wird von einigen Gesellschaften für Boote oder Yachten angeboten: Sie sichert den Eigner, den Skipper, die Crew oder Gäste bei Unfällen an Bord, die zur Invalidität oder zum Tod führen.

Versicherungslösungen für Super- oder Megayachten erfordern immer individuelle Vereinbarungen. Kunden sollten hier mit ihrem Versicherungsexperten festlegen, welcher Schutz für sie relevant ist und welcher nicht. Besondere Yachten benötigen besondere Konditionen, um den versicherten Wert optimal zu schützen. Dies betrifft meist Yachten, deren Anschaffungspreis über 350.000 Euro liegt.

Da seit 1995 Fahrzeuge zu Wasser mit Motor aus dem standardisierten Rechtsschutz fallen, ist es ratsam, eine spezielle Rechtschutzversicherung hierfür abzuschließen. Diese hilft, wann immer das eigene Recht nur mit Anwälten durchzusetzen ist. Diese Versicherungen gelten oft auch für den Skipper und die Crew und schützen im Strafrecht, Vertragsrecht und Schadenersatzrecht.

Indem man sich über alle Risiken informiert, das eigene Risiko definiert und sich dann für den richtigen Tarif entscheidet, schützt man sein Boot und geht sicher, dass man kein Geld für unnötigen Schutz ausgibt.


 
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